Inhaltliche Positionen

Geordnetes und lernorientiertes Klima im Klassenzimmer ist ein entscheidender Faktor für Resilienz

 

Utl.: OECD- Befund zeigt: Optimales Lernumfeld besonders für die sozial schwächsten Schüler bedeutsam

 

Der Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ Dr. Günter Schmid fühlt sich durch die Ergebnisse der PISA-Sonderauswertung zum Schulerfolg sozial benachteiligter Schüler bestätigt: „Einer der Hauptfaktoren, die Resilienz positiv beeinflussen, also Schüler trotz sozialer Nachteile gute Ergebnisse erzielen lassen, ist ein Unterricht, der von den Schülerinnen als störungsfrei und geordnet wahrgenommen wird.“

Dr. Susanne Schmid, die 2. stellvertretende Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, widerspricht ersten Stellungnahmen „progressiver“ Stimmen, die die Studie als Argument für die Einführung einer flächendeckenden Gesamtschule in Österreich nutzen wollen: „Wer meint, mit einer Zwangseinheitsschule die soziale Durchmischung in den Klassen zu fördern, verkennt die Realität. Bildungsaffine Eltern würden mit einem Run auf Privatschulen reagieren, der die soziale Segregation massiv verstärken würde.“

Mag. Isabella Zins, die stellvertretende Vorsitzende der Plattform, hält fest: „Unserem differenzierten Schulsystem mangelt es nicht an Durchlässigkeit, sondern an den nötigen Förderressourcen, etwa im Bereich der ORG. Wer soziale Durchmischung fördern will, muss investieren.“

Dr. Susanne Schmid weiter: „Die starke Korrelation zwischen Resilienz, und der Frage, ob im Elternhaus die Unterrichtssprache gesprochen wird, zeigt auf, dass ein beträchtlicher Anteil der österreichischen Schülerpopulation vom Kleinkindalter an beträchtliche Startnachteile hat. Hier ist mit frühkindlicher Förderung im Kleinkindalter ebenso anzusetzen wie mit den von BM Faßmann initiierten Sprachfördermaßnahmen.“

„Am wenigsten wird den pseudo-fortschrittlichen Bildungsexperten wohl der dezidierte Befund der OECD gefallen, dass Schüler viel leichter Resilienz entwickeln, wenn sie den Unterricht als störungsfrei und geordnet wahrnehmen. Dieses Faktum ist Österreichs Lehrerinnen seit Jahren bewusst, die Wünsche nach einem praktikablen Instrumentarium für das Schaffen eines störungsfreien Lernumfelds verhallten bislang allerdings stets ungehört“, so Dr. Günter Schmid abschließend.

 

Rückfragehinweis:

Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“

E-Mail: kontakt-ät-bildungsplattform.at

www.bildungsplattform.at

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