IMAS-Umfrage: Gesamtschule

Günter Schmid, 14.07.2011

Gesamtschule: 39 Prozent dagegen, 37 Prozent dafür

Die Frage nach der Einführung einer verpflichtenden gemeinsamen Schule für alle spaltet die Österreicher, das zeigt die zweite Etappe des großen IMAS-Schulbarometers für die „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“. 39 Prozent sehen darin keine gute Idee, während sich 37 Prozent dafür aussprechen. 24 Prozent haben sich zu dieser Frage kein Urteil gebildet.

Günter Schmid, der Vorsitzende der Bildungsplattform: „Dieses Ergebnis zeigt, dass trotz der einseitigen Gehirnwäsche durch viele Medien zugunsten der Gesamtschule deren Einführung keinerlei demokratische Legitimation hat – ganz abgesehen von den hohen Kosten. Die Österreicher wollen, wie die Bildungsstudie zeigt, Schulen mit Leistungsanforderungen und keinen Einheitsbrei.“

Mehrheitliche Zustimmung findet die Gesamtschule in Wien (37 zu 32) sowie vor allem bei den Grünwählern (57 zu 27). Auch in den drei westlichen Bundesländern, in denen ja bisher die Hauptschule noch sehr gut funktioniert hat und es relativ wenige Gymnasien in der Langform gibt, spricht sich eine knappe Mehrheit für die Gesamtschule aus (40 zu 35). Besonders massiv gegen die Gesamtschule sind insbesondere die Oberösterreicher (35 zu 47). Auf Ablehnung stößt diese auch bei den SPÖ-Wählern (39 zu 42) und vor allem bei den Sympathisanten von Blau und Orange (29 zu 49) – während es bei der ÖVP 39 zu 39 steht.

(Die genauen Details der Umfrage, die im Mai und Juni unter 1000 repräsentativ ausgewählten und „face to face“  Befragten durchgeführt worden ist, findet man auf www.bildungsplattform.or.at)

 

  • (17.12.2018)

    Wir empfehlen die Unterzeichnung folgender Online-Petition: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/fuer-eine-qualitative-lehramtsausbildung