Aktuelles

Kommentar, Oktober 2021

Schulaufsicht ohne Expertise?

Am Beispiel des Bundeslandes Salzburg soll die Problematik fehlender Expertise der Schulaufsicht aufgezeigt werden: Seit 1. September sind hier für 70 % der Gymnasien, für 67 % der Volksschulen und für 57 % der Mittelschulen Schulqualitätsmanager/innen (früher: Schulinspektor/inn/en) zuständig, die an den entsprechenden Schularten nie unterrichtet haben, ja nicht einmal dazu berechtigt sind. An den berufsbildenden höheren Schulen ist das ganz ähnlich: für 57 % der HTLs, 66 % der HAKs und 94 % der humanberuflichen Schulen sind Schulaufsichtsbeamte zuständig, die an einer solchen Schulart noch nie unterrichtet haben.

Eine mehrjährige Erfahrung an einer Schule der jeweiligen Schulart, in der man ihr „Innenleben“ und ihre spezifischen Gepflogenheiten umfassend kennen lernt, ist aber die Voraussetzung für die vom Bildungsministerium geforderte Expertise. Ohne sie ist es schwierig, am Qualitätsmanagement und an der schulartenbezogenen Schulentwicklung mitzuwirken und bei der Beratung der Schulen pädagogische Expertise bereit zu stellen. Man beauftragt ja auch nicht Augenärzte mit dem Qualitätsmanagement von Chirurgen oder Bäcker mit dem von Schlossern. Die Schulqualitätsmanager/innen sind sehr bemüht, sich in die einschlägigen rechtlichen Dokumente einzulesen und so die fehlende Erfahrung zu kompensieren. Ganz ersetzt werden kann dadurch diese Erfahrung aber nicht. Natürlich können sie auch bei Kolleg/inn/en mit der entsprechenden Erfahrung Informationen einholen. Dann wäre es aber doch besser, dass gleich die in der jeweiligen Schulart erfahrenen Kolleg/inn/en auch für diese zuständig sind. Ein Schulqualitätsmanager hat im Mittel nur für ein Viertel der Schulen, für die er zuständig ist, die einschlägige Erfahrung und Expertise.

Zu den Direktor/inn/enkonferenzen werden neuerdings auch Direktor/inn/en aller Schularten einer Region eingeladen. Die Überschneidungen der dort behandelten Themen für die einzelnen Schularten sind sehr klein: die Organisation der Verteilung von Laptops und Tablets in der 5. und 6. Schulstufe betrifft weder die Volksschulen noch die berufsbildenden Schulen, neue Bestimmungen für die Reifeprüfung betreffen alle Pflichtschulen nicht und die Modalitäten der Schulreifefeststellung betreffen alle Schularten der Sekundarstufe nicht.

Obwohl die relevante Verordnung nur fordert, dass ein/e Schulqualitätsmanager/in für mindestens zwei Schularten zuständig ist, ist in Salzburg im Mittel jede/r Schulqualitätsmanager/in für zumindest sechs (!) Schularten zuständig. Den vielfältigen Anforderungen (unterschiedliche Gesetze, Erlässe und Verordnungen, zahlreiche schulartenspezifische Konferenzen und Tagungen) kann ein/e Schulqualitätsmanager/in meiner Meinung nach nicht nachkommen, zumal die Erfahrung in der Regel in nur einer Schulart vorhanden ist. Ein effizientes Arbeiten wird dadurch überaus aufwändig und erschwert. Außerdem fehlt dann jeder Schulart ein spezifischer Ansprechpartner, ein Experte / eine Expertin als kompetente Informationsperson und ein/e Fürsprecher/in und Mentor/in der jeweiligen Schulart. Die Gleichschaltung aller Schularten beruht auf einer undifferenzierten Unterstellung.

Ich höre immer wieder, dass die Festlegung der Zuständigkeiten der Schulqualitätsmanager/innen nach geographischen Gesichtspunkten getroffen wird, damit ein/e Schulqualitätsmanager/in die Schüler/innen seines „Sprengels“ beim Übertritt in eine Schule der Sekundarstufe 1 und dann in eine Schule der Sekundarstufe 2 begleiten kann. Es ist naiv zu glauben, dass die Schüler/innen nach Abschluss einer Volksschule in die geographisch nächstgelegene weiterführende Schule übertreten. Das mag vielleicht für periphere Lagen gelten, das gilt aber sicher nicht für den Zentralraum Salzburg. Schüler/innen wechseln beispielsweise aus Volksschulen der Bildungsregion Süd (Hallein-Rif, Puch, Oberalm) in Gymnasien der Stadt Salzburg (Bildungsregion Nord). Ganz besonders unverständlich ist die Festlegung der Zuständigkeiten in der Stadt Salzburg: für die 13 Gymnasien sind fünf verschiedene Schulqualitätsmanager/inn/en zuständig, während man für die 26 Volksschulen mit drei Schulqualitätsmanager/innen das Auslangen findet. Die Schulen der einzelnen Schulqualitätsmanager/innen sind quasi zufällig über das Stadtgebiet verstreut, ein geographisches Konzept ist nicht erkennbar. Offenbar wurden bei der Festlegung der Zuständigkeiten andere Ziele verfolgt.

Ich hoffe für die betroffenen Schulen, dass ein Umdenken stattfindet und dass sie wieder von erfahrenen Schulaufsichtsbeamten begleitet und betreut werden.

HR Mag. F. Gunter Bittner


Kommentar, Oktober 2021

Häuslicher Unterricht - eine Alternative zum Unterricht in der Schule?

Laut § 11 Schulpflichtgesetz 1985 kann die allgemeine Schulpflicht auch durch die Teilnahme an häuslichem Unterricht erfüllt werden, sofern der Unterricht mindestens gleichwertig ist. Die Eltern oder Erziehungsberechtigten haben die Teilnahme ihres Kindes an einem häuslichen Unterricht der Bildungsdirektion jeweils vor dem Beginn eines Schuljahres anzuzeigen. Die Bildungsdirektion wiederum kann die Teilnahme an einem solchen Unterricht nur dann untersagen, wenn mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die geforderte Gleichwertigkeit des Unterrichts nicht gegeben ist. Der Erfolg eines häuslichen Unterrichts ist jährlich vor Schulschluss durch eine Prüfung an einer entsprechenden Schule nachzuweisen. Das ist in Ausnahmefällen möglicherweise eine sinnvolle Alternative, etwa wenn Kinder sehr schüchtern sind und in den Augen der Eltern vielleicht noch zu jung und unreif sind, sich in größeren sozialen Gruppen, wie es eine Klasse darstellt, einfügen zu können. Und wenn etwa zumindest ein Elternteil selbst eine pädagogische Ausbildung erhalten hat.

Für das Schuljahr 2021/22 wurden aber besonders viele Kinder - ungefähr viermal so viele wie in früheren Schuljahren - zum häuslichen Unterricht angemeldet. Diese Tatsache ist sicherlich zu einem großen Teil der Covid-Pandemie geschuldet, weil viele Eltern ganz einfach Angst um die Gesundheit ihrer Kinder haben. Auch die Gefahr von Bildungsdefiziten wegen möglicher Lockdowns spielt sicherlich eine Rolle.

Möglicherweise glauben Eltern, dass sie häuslichen Unterricht in den Lockdown-Phasen bereits erlebt haben und ihn daher kennen. Sie hatten die Kinder zu Hause und mussten sie beim Erledigen von Arbeitsaufträgen und Aufgaben unterstützen. Der sogenannte ortsungebundene Unterricht ist aber etwas ganz anderes als häuslicher Unterricht. Im ortsungebundenen Unterricht werden die Kinder von der Lehrperson professionell begleitet, es werden ihnen – etwa über Onlinestunden oder auch Präsenzphasen – Zusammenhänge erklärt und dann Aufgaben gestellt, die dem Fortschritt des Unterrichts entsprechen.

Viele Eltern kennen die Grundgedanken der Montessoripädagogik und haben deren Elemente an ihren Kindern möglicherweise selbst schon erlebt. Zu glauben, man könne aber ganz ohne Anleitung und Führung die Kinder sich selbst überlassen und erwarten, es würde schon der richtige Moment eintreten und die Kinder würden dann schon die notwendigen Fragen stellen, ist allerdings naiv. Eine Lehrkraft hat den Lehrplan im Fokus, weiß, wie viel Energie für die einzelnen Bereiche des Lehrplans notwendig sein wird, und kann dementsprechend die Inhalte auf ein Schuljahr aufteilen. Die Lehrer/innen sind entsprechend ausgebildet. Man sollte die Kompetenzen der Lehrer/innen nicht unterschätzen! Und man sollte auch die Herausforderung, der man sich als Elternteil stellen muss, nicht unterschätzen. Vielleicht gelingt der häusliche Unterricht ja bei einem Kind, sobald es aber mehr sind, die in der Regel auch unterschiedlich alt sind, wird es schwierig bis unmöglich für jemanden, der keine Lehrerausbildung durchlaufen hat, die Herausforderung zu bewältigen. Eine Lehrperson kann einfach dank ihrer Ausbildung Lernprozesse professionell organisieren.

Es steht zu befürchten, dass viele Eltern nicht so recht wissen, worauf sie sich einlassen.

Dazu kommt, dass das Verhältnis von Eltern zum Kind ein anderes ist als dies von der Lehrperson zum Kind. Die Lehrperson ist aus ihrer Rolle heraus dem Kind gegenüber eine Respektsperson, deren Anweisungen zu befolgen sind. In der Regel genügt ein mahnendes Wort oder oft nur ein gestrenger Blick, um das Kind an seine Pflichten zu erinnern. Im Umgang mit den Eltern ist das Kind gewohnt, persönliche Interessen und Wünsche zu artikulieren, und hat bereits Strategien entwickelt, diese auch nach Möglichkeit durchzusetzen. Das steht aber einer unangefochtenen Autorität, über die in der Regel eine Lehrperson verfügt, im Wege. Oft spielen bei den Eltern viele andere Interessenspositionen und auch Konflikte, die mit dem Lernprozess an sich gar nichts zu tun haben, in diesen aber hinein und stören ihn.

Aufgrund des Bundesgesetzes über das Privatschulwesen vom 25. Juli 1962 handelt es sich dann um eine Privatschule, wenn eine Mehrzahl von Schüler/innen gemeinsam nach einem festen Lehrplan unterrichtet wird. Daher ist es auch nicht zulässig, dass häuslicher Unterricht eine größere Gruppe von gleichaltrigen Kindern umfasst, die gemeinsam unterrichtet werden.

Genau darin liegt aber die Crux des häuslichen Unterrichts. Durch Externistenprüfungen können Sachkompetenzen in diversen Unterrichtsgegenständen überprüft werden, was aber völlig zu kurz kommt und auch nur sehr schwer überprüfbar ist, ist die Tatsache, dass die Schule in einem sehr wesentlichen Ausmaß ein Ort des „Sozialen Lernens“ ist. Ziel eines Unterrichts muss neben dem Erwerb von Sachkompetenz immer auch der Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenz sein.

Auf der Homepage des Österreichischen Zentrums für Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen (ÖZEPS) (www.oezeps.at) sind einige Punkte angeführt, die zu diesem Erwerb von sozialer Kompetenz dazugehören:

Die Schule

  • bietet ein Klima von Zusammenarbeit und gegenseitiger Wertschätzung,
  • bietet Modelle zu konstruktiven Konfliktlösungen, wie z.B. Peer-Mediation,
  • ist bedacht auf einen verständnis- und respektvollen Umgang mit anderen Menschen und anderen Kulturen.

Vieles beim „Sozialen Lernen“ ist aber gar nicht Teil des Unterrichts, sondern es „passiert“ einfach in einer Klassengemeinschaft. Da ist auch viel Freude dabei und Schule wird dann als positiv empfunden. In den Flachgauer Nachrichten vom 9. September 2021 werden Kinder vor dem Schulbeginn interviewt. Ein Mädchen aus Faistenau schildert, dass es sich neben dem Üben von Lesen und Schreiben auf den Turnunterricht, auf die Pausen und darauf freut, jeden Tag seine Freunde und Freundinnen zu sehen. Das halten wir für einen ganz wichtigen Punkt, ein Ziel von Schule ist ein freudvolles Miteinander von Gleichaltrigen. Und genau dieses Ziel kommt beim häuslichen Unterricht zu kurz.

Kinder müssen sich von ihren Eltern emanzipieren können. Im Wort Emanzipation steckt der lateinische Begriff „e manu capere“, was „aus der Hand nehmen“ bedeutet. Gerade dieses Loslassen des eigenen Kindes ist enorm wichtig. Ein Kind darf seine Stärken und Schwächen entdecken, seine Interessen vertiefen und seine Persönlichkeit entwickeln. Natürlich muss dieser Prozess in Sicherheit und vertrauensvoller Umgebung ablaufen. Ziel ist es, dass der junge Mensch sukzessiv selbständig und auch geistig autonom wird. Letztlich muss und darf er dann selbstbewusst sein eigenes Leben gestalten. Gleichzeitig soll der junge Mensch die Regeln des Zusammenseins kennenlernen und Diversität und Meinungsvielfalt respektieren lernen.

Wir leben gerade in einer Zeit, in der die gesellschaftliche Spaltung fortschreitet, das Gemeinsame oft in den Hintergrund tritt. Wenn die Interaktion mit dem Mitschüler/innen positiv empfunden wird und Konflikte nicht unter den Teppich gekehrt werden, sondern gemeinsam eine Lösung entwickelt wird, wird der junge Mensch auch im Erwachsenenalter vorgefundene gesellschaftliche Strukturen nicht ablehnen, sondern er wird versuchen sie zu verändern und weiterzuentwickeln.

Schule ist daher sehr umfassend zu sehen, der häusliche Unterricht - mag er noch so kompetent sein - kann viele Facetten nicht anbieten und abdecken. Daher sollte er nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen. Eine umfassende und individuelle Beratung der Eltern ist daher unbedingt notwendig. Die Externistenprüfung am Ende eines Schuljahres deckt das Lernen in seiner Gesamtheit nicht ab.

HR Mag. F. Gunter Bittner
Mag. Claudia Dörrich



Statements

HR Mag. F. Gunter Bittner

HR Mag. F. Gunter Bittner

Das Bildungsangebot des differenzierten österreichischen Schulsystems muss in allen Schularten die Kinder und Jugendlichen ihren jeweiligen Begabungen und Interessen entsprechend individuell zu Leistungen motivieren, die befriedigen und Erfolgserlebnisse vermitteln, aber nicht überfordern. Der Vielfalt an Begabungen und Interessen muss durch eine Vielfalt unterschiedlicher Schularten, die erhalten werden muss, Rechnung getragen werden. Die unterschiedlichen Schularten müssen gemäß ihrer Aufgaben von Experten der jeweiligen Schulart begleitet, betreut und weiterentwickelt werden. Ungleiche gleich behandeln ist ungerecht!

HR Mag. Isabella Zins

HR Mag. Isabella Zins

Das differenzierte Schulsystem Österreichs bietet allen Kindern und Jugendlichen Österreichs die Chance auf personengerechte und begabungsadäquate Bildung und muss erhalten bzw. qualitätsvoll weiterentwickelt werden. Diese Vielfalt an gleichwertigen staatlichen Angeboten trägt dann zur Talenteförderung bei, wenn jedes Bildungsangebot von der Gesellschaft wertgeschätzt wird und Kinder und Eltern bei der Entscheidung unterstützt werden, vor allem an den Übergängen im Bildungssystem. Damit die Kinder zur Leistung motiviert, gefördert und gefordert, aber nicht überfordert werden. Dafür setze ich mich ein.

Mag. Claudia Dörrich

Mag. Claudia Dörrich

Unser differenziertes Bildungswesen ist ein hohes Gut, das den Begabungen und Stärken der Kinder und Jugendlichen am besten gerecht wird. Um bei der Wahl des Bildungsweges bestmögliche Unterstützung anbieten zu können, bedarf es an den Schnittstellen einer Potenzialanalyse mit ausführlicher Beratung der Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern. Ein Ziel muss es auch sein, den Fokus nicht nur auf das Kompensieren von Schwächen zu legen, sondern vor allem auch darauf, die individuellen Begabungen so zu fördern, dass herausragende Leistungen ermöglicht werden. Freude über das Erreichte und die Begeisterung aller Beteiligten sind im Leistungssport omnipräsent und sollten auch in einem finanziell gut dotierten Bildungswesen Platz finden.

HR DI Dr. Franz Reithuber

HR DI Dr. Franz Reithuber

Als Techniker und als Vertreter eines schon vor langer Zeit differenzierten Berufsbildungssystems zitiere ich aus dem Jahresbericht der HTL Steyr, welcher aus Anlass des zehnjährigen Bestehens im Jahre 1884 von meinem Vorgänger Ing. Alfred Musil, dem Vater des Schriftstellers Robert Musil, verfasst wurde. Er schreibt im ersten Absatz: „Als die einst so blühenden und weltbekannten Eisen- und Stahl-Gewerbe von Steyr und Umgebung zu Ende der sechziger Jahre allmälig in Verfall geriethen und immer mehr, vom Auslande überflügelt, an Concurrenz verloren, musste man auf Mittel sinnen, diesem traurigen Verfall Einhalt zu thun und die hier ansässige Industrie, wenn auch nur stufenweise, wieder zu beleben und concurrenzfähig zu gestalten.“ Unsere Schule wurde also als Reaktion auf einen starken Leidensdruck gegründet! Wie wir aus der Entwicklung von Steyr und Umgebung ableiten können, war die Gründung der Schule ein wichtiger Mosaikstein für die Prosperität unseres Landes! Dies möge unserer Gesellschaft Motivation genug sein, das differenzierte Schulsystem zu erhalten und weiter zu entwickeln!

Mag. Florian Stehrer

Mag. Florian Stehrer

Keine politische Sonntagsrede, bei der nicht einer der Stehsätze „Rettet die Artenvielfalt!“, „Regionen und die Menschen vor Ort stärken!“ oder „Freiheit, selbst zu entscheiden, ist das höchste Gut!“ vorkommt. Nur für einen Bereich soll das anders sein: Eine Schule für alle statt Schultypen für den einzelnen. Zentrale Vorgaben an alle statt Autonomie der Schulpartner. Ganztagsschule für alle statt Wahlfreiheit für die Familien und Kinder. Doch der Bildungsbereich ist in sich auch ein „Ökosystem“, das nur durch seine Pluralität der Formen, durch die Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse der Menschen im Kleinen und durch eine positive Einstellung zur Leistung existieren kann. Dieses differenzierte Schulsystem, das einen Weg für jeden Schüler und jede Schülerin anbieten kann, zu erhalten und auszubauen, muss der Auftrag an uns als Gesellschaft sein!

Dr. Robert König

Dr. Robert König

Wollte man aus meiner Sicht den Kern eines jeden pädagogischen Verhältnisses in einem Imperativ ausdrücken, so könnte er lauten: „Entdecke Potentiale!“ – Mit der „Vielfalt“ solcher Potentiale verbinden sich lebenslange Abenteuerlust, zugleich Respekt vor individuellen Grenzen und ganz besonders: die Befähigung zu sinnstiftenden Handlungen. Von daher verstehe ich auch den Begriff „Leistung“. Sie bedeutet nicht Funktionalisierung, möglichst große Effizienzsteigerung oder gar Vernutzbarung Einzelner. Vielmehr schlägt sie sich in der wechselseitigen sinnstiftenden Handlungsbefähigung nieder, zu der Menschen einander verhelfen, um sich miteinander gerade vor der bloßen Funktionalisierung zu schützen. Ein Bildungssystem der Leistung und Vielfalt hat daher auch in seinen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen die Aufgabe, sowohl verantwortungsvolle Befähigung zu individuellen Potentialen als auch Schutz vor der Gleichgültigkeit des Gleichheitszeichens zu sein.


Impressum

Offenlegung gem § 25 MedienG

Anschrift

Verein "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt - LuV"
p.A. Aignerstraße 8, Postfach 530, 5020 Salzburg

e-mail: kontakt@bildungsplattform.at

ZVR-Zahl: 274316539

Vorsitzender und für den Inhalt verantwortlich

HR Mag. Gunter Bittner, Aignerstraße 8, Postfach 530, 5020 Salzburg

Vereinszweck

Mitgestaltung bei der Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems, Verankerung des Gedankens einer umfassenden Begabungsförderung

Mitgliedsbeitrag pro Kalenderjahr:

Einzelmitgliedschaft: 15 - 25 € (nach Selbsteinschätzung)
Familienmitgliedschaft: 20 - 30 € (nach Selbsteinschätzung)
Studenten: 10 €

Datenschutz

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

Technische Betreuung

relaxt confusion labs